Tag der Biodiversität: Artenvielfalt schützt uns und das Klima

Tag der Biodiversität: Artenvielfalt schützt uns und das Klima

Besuch bei den musikalischen Linzer Bienen

Ob die Stadt-Bienen bei der Linzer Bruckner Uni besonders musikalisch summen, davon konnten sich Klimaschutzministerin Leonore Gewessler und Landesrat Stefan Kaineder beim Besuch der Bienenstöcke des Vereins LinzerBiene in der Streuobstwiese unterhalb des Uni-Gebäudes überzeugen.

Am Weltbienentag und anlässlich des Internationalen Tags der Biodiversität am 22. Mai, machen sie auf den dringend notwendigen Schutz unserer heimischen Flora und Fauna aufmerksam. 

Österreich zählt mit seinen rund 68.000 Arten zu den artenreichsten Ländern Mitteleuropas. Aber die Vielfalt ist stark gefährdet: In Österreich steht jede dritte Art auf der Roten Liste und ist somit gefährdet. Besonders die Artenvielfalt bei den Insekten ist in den vergangenen Jahren massiv zurückgegangen, mit Bestandsrückgängen seit 1990 von rund 75 Prozent. Viele der über 400 Wildbienenarten in Oberösterreich sind stark gefährdet oder bereits verschwunden. Ursache dafür sind fehlendes Nahrungsangebot und der Verlust von geeigneten Lebensräumen durch intensivere Landnutzung und den hohen Bodenverbrauch.

Dabei spielt die Artenvielfalt eine entscheidende Rolle bei Klimaschutz und Klimawandelanpassung. Intakte Ökosysteme nehmen Kohlenstoff auf und speichern ihn. Zudem schützen vielfältige stabile Ökosysteme vor Dürre, Hochwasser und Muren und sorgen für unsere Lebensgrundlagen - sie sind unsere wertvollste Versicherung gegen den Klimawandel.

„Die Artenvielfalt ist unsere Lebensversicherung und der Erhalt unserer wunderschönen Natur mit all ihren Pflanzen und Tieren ist mir ein besonders Anliegen. Gerade an den Bienen sehen wir immer wieder, welche Rolle jede einzelne Art für ein intaktes Ökosystem spielt“, sagt Klimaschutzministerin Leonore Gewessler.

„Das Artensterben wird immer dramatischer. Viele Tier- und Pflanzenarten sind bedroht oder verschwinden einfach. Wir brauchen eine nachhaltige Landwirtschaft mit der Natur, nicht gegen sie, und wir müssen die Flächenversiegelung und die Lichtverschmutzung stoppen. Jeder Hektar Boden, der verloren geht, jedes Jahr, das vergeht, ohne dass gehandelt wird, gefährdet die Vielfalt in unserer Umwelt und uns selbst. Denn gesunde und funktionierende Ökosysteme sind eine der besten Versicherungen gegen die Klimakrise“, betont Klimalandesrat Stefan Kaineder, für den das Festlegen von klaren Zielsetzungen zur Eindämmung des Artensterbens auch in Oberösterreich Priorität hat.

So findet man wertvolle Natur auch dort, wo man sie kaum vermutet, in den Städten. So auch in Linz. Damit diese Nischen, ökologische Rückzugsorte für viele bedrohte Tier- und Pflanzenarten, Beachtung erfahren, gepflegt und erhalten werden, dafür setzt sich der Verein LinzerBiene ein.

Quelle: Land OÖ/Fotocredit: ohne Angabe

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