OÖ. Feuerwehren sind Klimarettungspartner

OÖ. Feuerwehren sind Klimarettungspartner

Das Thema Klimaschutz steht bei Oberösterreichs Feuerwehren seit jeher ganz oben auf der Prioritätenliste. Nun wurde dem OÖ. Landesfeuerwehrverband unter der Leitung von LBD. Robert Mayer eine Urkunde überreicht.

SCHAU AUF DEINEN PLANETEN... DU HAST NUR DEN EINEN! - OBERÖSTERREICHISCHER KLIMAGIPFEL

Am Freitag, dem 11. Juni, hat die Abteilung Umweltschutz des Landes OÖ zu einem Klimagipfel eingeladen. Landes-Feuerwehrkommandant Robert Mayer hat in diesem Rahmen eine Urkunde verliehen bekommen, die den Oö. LFV zum Klimarettungspartner macht. Diese freiwillige Selbstverpflichtung stellt eine besondere Auszeichnung rund um den Klimaschutz dar.

Keiner kann den Klimawandel mehr leugnen. Die Zeichen sind offensichtlich: Hitze- und Trockenperioden wechseln sich mit extremen Regenphasen ab. Naturereignisse wie Waldbrände und Hochwasser treten vermehrt auf und Katastrophenschutz-Einsätze sind weniger die Ausnahme als die Regel, gibt LBD Robert Mayer zu bedenken. Somit sind auch die Feuerwehren direkt vom Klimawandel betroffen.

Als Feuerwehren tragen wir viel zur Verbesserung des Klimas bei: Fahrgemeinschaften werden gebildet, um in die Landes-Feuerwehrschule zu gelangen. Präventive Maßnahmen im Rahmen von Gemeinsam.Sicher.Feuerwehr. werden gesetzt. Neu gebaute Feuerwehrhäuser werden mit Sonnenkollektoren ausgestattet, als Niedrigenergiehäuser geplant und mit besonderer Nachhaltigkeit versehen! Auch Teile der Fahrzeugflotte des Oö. LFV sind auf E-Autos umgestellt. Ein weiterer wichtiger Punkt ist das flächendeckende Netz der Feuerwehren in OÖ: Durch kurze Einsatzwege, können z.B. Waldbrände schneller gelöscht, und damit schädliche Rauchgas-Emissionen reduziert werden.


Das Bewusstsein ist geschärft, doch es bedarf zusätzlichen Handelns. Die Feuerwehr ist bekannt dafür anzupacken, also sollten wir diesen „Brandherd“ mit derselben Energie in Angriff nehmen, die wir für unsere Einsätze aufwenden!


Die Klimarettung hat das Ziel, den Ausstoß klimarelevanter Gase zu verringern. Es fordert und erfordert uns als gesamte Gesellschaft, dieses wohl größte Problem unserer Zeit in den Griff zu bekommen. Die Zusammenarbeit steht im Vordergrund, denn alleine geht es nicht. Es liegt in unser aller Verantwortung, in unserem Wirkungsbereich, jenes Engagement an den Tag zu legen, welches für uns und unsere Kinder ein lebenswertes Leben sicherstellt. Es brennt und es betrifft uns alle! Und, wie LR Stefan Kaineder es formuliert hat: „Scheitern ist keine Option!“ Wir müssen global denken und lokal handeln. Es darf uns nicht passieren, dass wir in 20, 30, 50 Jahren unseren Kindern sagen müssen: „Wir haben’s zwar gewusst, aber nichts dagegen getan!“ Es ist die Aufgabe unserer Generation sicherzustellen, dass unser Planet überlebt - denn um nichts weniger geht es.

Dafür wurden die folgenden Punkte im Klimarettungspakt vereinbart:

  • Entwicklung und Abstimmung von gemeinsamen Strategien und Aktionen zur besseren Integration von Klimawandel-Anpassungen bzw. Extremwetter-Ereignissen im Gebäudebereich
  • Förderung eines hohen Niveaus in der Ausbildung der in diesem Bereich tätigen Mitarbeiter/Innen durch regelmäßige Möglichkeit einer Fortbildung.
  • Klimaschutz-Vorbildwirkung im eigenen Bereich durch Teilnahme im Programm „Betriebe im Klimabündnis/in der Klimarettung“
  • Kooperation im Programm Klimarettung durch gemeinsame bzw. abgestimmte Aktionen und Aktivitäten.
  • Zusammenarbeit mit dem Ziel weiterer Kooperation und Partnerschaften insbesondere Gemeinden, Schulen und Betrieben
  • Kooperation bei der Bewusstseins- und Öffentlichkeitsarbeit


Für alle die sich für die Übergabe und die anschließende Podiumsdiskussion interessieren, bitte diesen Link anklicken. https://www.land-oberoesterreich.gv.at/258720.htm

 

Quelle: OÖ. Landesfeuerwehrverband  / Fotocredit©: Land OÖ (Gabriele Singer)

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