Österreichische Greenpeace-Aktivistin bei Anti-Kohle-Protest festgenommen

Zwei AktivistInnen werden nach Protestaktion im Danziger Hafen festgehalten - Polnische Behörden stürmten Greenpeace-Schiff

Bei einer friedlichen Protestaktion im Kohleterminal des Danziger Hafens wurden Montag Nacht zwei Greenpeace-AktivistInnen festgenommen - darunter eine Österreicherin. Um auf die Klimaschädlichkeit von Kohle aufmerksam zu machen, ankerte das Greenpeace-Schiff Rainbow Warrior im Frachtterminal und behinderte stundenlang die Kohlelieferung. Daraufhin stürmten polnische Behörden bewaffnet und maskiert das Schiff und schlugen Fensterscheiben zu Bruch. Anschließend nahmen die PolizistInnen den Kapitän und die österreichische Bootsführerin in Gewahrsam.

„Friedlicher Protest ist ein Grundrecht und darf nicht kriminalisiert werde. Unsere Anwälte stehen mit den betroffenen AktivistInnen in Kontakt. Wir werden alles daran setzen, dass sie schnell freigelassen werden”, sagt Sophie Lampl, Kampagnendirektorin bei Greenpeace in Österreich. Die festgehaltene Österreicherin aus Rettenbach ist eine erfahrene Aktivistin, laut aktuellen Informationen geht es den beiden Personen in Gewahrsam den Umständen entsprechend gut. Aktuell findet eine weitere Protestaktion im Danziger Hafen statt, bei der AktivistInnen auf die Kräne des Kohleterminals klettern und die Beladung der Frachter stoppen.

„Uns bleibt kaum mehr Zeit, die Klimakatastrophe zu verhindern. Kohle ist einer der größten Klimakiller überhaupt. Die polnische Regierung macht allerdings keine Anstalten, auf umweltfreundliche, erneuerbare Energien umzusteigen”, so Lampl. Ganz im Gegenteil blockierte Polens Regierung im Juni die Strategie der EU, bis 2050 Klimaneutralität zu erreichen. „Regierungen auf der ganzen Welt müssen schnell und entschlossen handeln, um die Klimakrise anzugehen, anstatt friedliche Proteste zu unterdrücken”, so Lampl.

 

Quelle/Fotocredit: Sophie Lampl, Direktorin Kampagnen und Kommunikation, Greenpeace CEE in Österreich/ots  

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