Niederösterreich auf dem Weg zu einer ökologischen Koalition in der Thermenregion

Niederösterreich auf dem Weg zu einer ökologischen Koalition in der Thermenregion

Die von Blühendes Österreich unterstützten Partner in der Thermenregion, Landschaftspflegeverein Thermenlinie-Wienerwald-Wiener Becken, Obfrau Irene Drozdowski sowie der Bio-Schafhof Sonnleitner, Renate und Erich Frank

Wir engagieren uns seit langem für Biodiversität und Klimaschutz und sind stolz, dem Auftakt für diese wichtige gemeindeübergreifende Kooperation einen feierlichen Rahmen geben zu können.

Christoph Prinz, Bgm. Bad Vöslau

Das Engagement für die Erhaltung unserer Biodiversität darf nicht an Gemeindegrenzen enden, sondern muss in der Region gedacht und umgesetzt werden. Wir wollen daher auch unsere Nachbargemeinden für eine Kooperation gewinnen

Christoph Kainz, Bgm. Pfaffstätten, LAbg.

Wir können die aktuelle weltweite Biodiversitätskrise nur meistern, wenn wir alle gemeinsam an einem Strang ziehen – und zwar in dieselbe Richtung. Die Zusammenarbeit mit allen wichtigen Akteuren – von der örtlichen Bevölkerung, den Gemeinden, Schulen, örtlichen Vereinen und Grundeigentümern über Landwirtschaftsbetriebe, Jagd, Wirtschaft, Tourismus bis hin zu den bestehenden Naturschutzakteuren wie Biosphärenpark Wienerwald Management, Regionale Gehölzvermehrung, REWISA, Naturschutzbund Niederösterreich, Umweltschutzabteilung der Stadt Wien und Niederösterreichischem Schutzgebietsnetzwerk ist die wesentliche Basis dafür.“

Irene Drozdowski, Obfrau Landschaftspflegeverein Thermenlinie

Seit 20 Jahren wird bei uns erfolgreich umgesetzt, was nun in die Region hinausgetragen wird. Besonders wichtig ist es, der Bevölkerung den Wert der Natur in der eigenen Gemeinde zugänglich zu machen und Möglichkeiten aufzuzeigen und anzubieten, wie jede/r selbst etwas beitragen kann – und das ganz besonders bei den Kindern und Jugendlichen mit zahlreichen Schulaktivitäten.

Martin Schuster, Bgm. Perchtoldsdorf, LAbg.

BILLA trägt über seine Initiative blühendes Österreich zur Stärkung regionaler Initiativen und zum Schutz der natürlichen Vielfalt bei.  Für uns ist die Unterstützung ehrenamtlicher Engagements und freiwilligen Arbeit die hier, über den Landschaftspflegeverein erfolgt, ein wichtiges Anliegen.“

Robert Nagele, Vorstandssprecher BILLA Österreich

Blühendes Österreich unterstützt die beiden Partner vorläufig jährlich mit insgesamt € 78.000 über sein FLORA - Programm für Biodiversität und nachhaltige Landwirtschaft. Wir möchten weitere Akteure der Region einladen, einen Beitrag zu dieser Allianz für die heimische Biodiversität in der Thermenregion zu leisten.

Ronald Würflinger, GF Blühendes Österreich

Schon seit vielen Jahren ist der schonende Umgang mit natürlichen Ressourcen eine der Handlungsmaximen von ecoplus! Die Erfahrung gibt uns Recht, dass einander Wirtschaft und Umweltschutz nicht ausschließen, sondern dass gerade in diesem Bereich neue Geschäftsfelder für unsere Betriebe entstehen. Heute gemeinsam vorzugehen ist die Basis für den wirtschaftlichen Erfolg und die hohe Lebensqualität von morgen

Harald Miernicki, GF ecoplus, Wirtschaftsagentur Land NÖ

Österreichs Biodiversität und alle Naturinteressierten und -engagierten haben einen großen Grund zur Freude: In der Thermenregion in Niederösterreich und im südlichen Wiener Becken wurden eine neue Allianz für die Erhaltung der herausragenden Biodiversität der Region sowie ein breites Natur- und Umweltbildungsangebot gestartet. Am 12. November erfolgte die offizielle Vorstellung im Rahmen eines Pressetermins. Ein international besetztes Symposium zu Biodiversitäts- und Klimaschutz rundete den Auftakt ab. Anwesend waren zehn Bürgermeister und mehr als 70 Personen nahmen am Symposium teil. Christoph Prinz, Bürgermeister von Bad Vöslau, freut sich, dass seine Gemeinde Veranstaltungsort für diese außergewöhnliche Tagung war: „Wir engagieren uns seit langem für Biodiversität und Klimaschutz und sind stolz, dem Auftakt für diese wichtige gemeindeübergreifende Kooperation einen feierlichen Rahmen geben zu können.“

Die artenreichen Offenlandflächen, die kleinstrukturierte Kulturlandschaft in der Thermenregion, die Steppenrasen des Steinfeldes sowie die Feuchtwiesen der Feuchten Ebene sind Hotspots der Artenvielfalt im östlichen Österreich. Zur Sicherung dieses ökologischen Schatzes haben sich Blühendes Österreich, die Stiftung der REWE International AG, 14 niederösterreichische Gemeinden und Wien zusammengeschlossen um langfristig zu wirken. Die Gemeinden sind: Baden, Bad Fischau-Brunn, Bad Vöslau, Enzesfeld-Lindabrunn, Leobersdorf, Matzendorf-Hölles, Moosbrunn, Pfaffstätten, Perchtoldsdorf, Reisenberg, Tattendorf, Traiskirchen, Wiener Neudorf und Wien. Weitere Gemeinden sollen demnächst dazu stoßen und die Aktivitäten erweitert werden. „Das Engagement für die Erhaltung unserer Biodiversität darf nicht an Gemeindegrenzen enden, sondern muss in der Region gedacht und umgesetzt werden. Wir wollen daher auch unsere Nachbargemeinden für eine Kooperation gewinnen“ hält LAbg. Christoph Kainz, Bürgermeister von Pfaffstätten fest.

Gemeinsam mit den Gemeinden und vielen weiteren Partnern wird der Landschaftspflegeverein Thermenlinie-Wienerwald-Wiener Becken in den nächsten Jahren die Erhaltung der Biodiversität in der Region auf konkreten Flächen vorantreiben. Dazu Irene Drozdowski, Obfrau des Landschaftspflegevereins: „Wir können die aktuelle weltweite Biodiversitätskrise nur meistern, wenn wir alle gemeinsam an einem Strang ziehen – und zwar in dieselbe Richtung. Die Zusammenarbeit mit allen wichtigen Akteuren – von der örtlichen Bevölkerung, den Gemeinden, Schulen, örtlichen Vereinen und Grundeigentümern über Landwirtschaftsbetriebe, Jagd, Wirtschaft, Tourismus bis hin zu den bestehenden Naturschutzakteuren wie Biosphärenpark Wienerwald Management, Regionale Gehölzvermehrung, REWISA, Naturschutzbund Niederösterreich, Umweltschutzabteilung der Stadt Wien und Niederösterreichischem Schutzgebietsnetzwerk ist die wesentliche Basis dafür.“ LAbg. Martin Schuster, Bürgermeister von Perchtoldsdorf, verweist diesbezüglich auf langjährige Erfahrungen in seiner Gemeinde: „Seit 20 Jahren wird bei uns erfolgreich umgesetzt, was nun in die Region hinausgetragen wird. Besonders wichtig ist es, der Bevölkerung den Wert der Natur in der eigenen Gemeinde zugänglich zu machen und Möglichkeiten aufzuzeigen und anzubieten, wie jede/r selbst etwas beitragen kann – und das ganz besonders bei den Kindern und Jugendlichen mit zahlreichen Schulaktivitäten.“

"BILLA trägt über seine Initiative blühendes Österreich zur Stärkung regionaler Initiativen und zum Schutz der natürlichen Vielfalt bei. Für uns ist die Unterstützung ehrenamtlicher Engagements und freiwilligen Arbeit die hier, über den Landschaftspflegeverein erfolgt, ein wichtiges Anliegen.“ Betont Robert Nagele, Vorstandssprecher BILLA Österreich AG.

Zusätzlich wird der Schafweidebetrieb der Familie Renate und Erich Frank – Bioschafhof Sonnleitner - von Blühendes Österreich unterstützt. Er beweidet eine Vielzahl bunt blühender Trockenrasenflächen in der Region und kooperiert eng mit dem Landschaftspflegeverein. Insgesamt werden durch diese Kooperation knapp 130 Hektar wertvollste Flächen gesichert. Gemeinsam – mit einem Privat-Public-Partnership – wurde damit eine der größten regionalen Nachhaltigkeitsinitiativen in Österreich aufgebaut. Die Flächen liegen verteilt und bilden eine Trittsteinkette im Norden von der Perchtoldsdorfer Heide bis zum Steinfeld sowie Bad Fischau Brunn im Süden der Region. „Blühendes Österreich unterstützt die beiden Partner vorläufig jährlich mit insgesamt € 78.000 über sein FLORA - Programm für Biodiversität und nachhaltige Landwirtschaft. Wir möchten weitere Akteure der Region einladen, einen Beitrag zu dieser Allianz für die heimische Biodiversität in der Thermenregion zu leisten.“, ergänzt Ronald Würflinger, Geschäftsführer von Blühendes Österreich. Zur Schaffung eines sektorenübergreifendes Ansatzes wurde mit ecoplus, der Wirtschaftsagentur des Landes Niederösterreich, ein überzeugter Partner eingeladen: „Schon seit vielen Jahren ist der schonende Umgang mit natürlichen Ressourcen eine der Handlungsmaximen von ecoplus! Die Erfahrung gibt uns Recht, dass einander Wirtschaft und Umweltschutz nicht ausschließen, sondern dass gerade in diesem Bereich neue Geschäftsfelder für unsere Betriebe entstehen. Heute gemeinsam vorzugehen ist die Basis für den wirtschaftlichen Erfolg und die hohe Lebensqualität von morgen“, meint Helmut Miernicki, Geschäftsführer der ecoplus.

Im Rahmen der Tagung wurden mit internationalen Gästen, u.a. Renate Christ, ehemalige Generalsekretärin des UNO-Klimabeirats und Friedensnobelpreisträgerin, auf fachlich hohen Niveau Best-Practice-Beispiele zu den Themen Biodiversitäts- und Klimaschutz vorgestellt und analysiert. Vortragende waren Michaela Reitterer, Präsidentin der Österreichischen Hoteliervereinigung, Harald Miernicki, Geschäftsführer ecoplus – Wirtschaftsagentur des Landes NÖ, Maciej Podyma, Initiator einer Biodiversitätsstiftung in Polen und Ashoka-Fellow, Matthias Rode, GF des Naturpark Südsteiermark, Karin Böhmer vom Rewisa-Saatgut Netzwerk und Irene Drozdowski vom Landschaftspflegeverein Thermenlinie-Wienerwald-Wiener Becken.

Quelle: Irene Drozdowski Ronald Würflinge/ots  //  Fotocredit: Blühendes Österreich/Christian Dusek

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