Mit grünen Technologien zur Klimaneutralität - Österreich weltweit im Spitzenfeld

Mit grünen Technologien zur Klimaneutralität - Österreich weltweit im Spitzenfeld

Im Bild vl.n.r.: Leonore Gewessler, Bundesministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie, Moderatorin Corinna Milborn ist Info-Chefin von PULS 4 und Moderatorin des PULS 4 News Talks Sabine Herlitschka (Vorstandsvorsitzende Infineon Technologies Austria AG); am Bildschirm Khalil Rouhana (Stellvertretender Generaldirektor für Kommunikationsnetze, -inhalte und -technologie EU-Kommission)

Bei der diesjährigen ECSEL Austria Herbsttagung wurde die enorme Bedeutung neuer digitaler Technologien für die Bewältigung des globalen Klimawandels hochkarätig diskutiert. Die weltweite Spitzenposition Österreichs auf diesen Gebieten stach dabei besonders hervor.

Welche Rolle spielen die Digitalisierung und neue Technologien für die Bewältigung des globalen Klimawandels? Wie wichtig sind Zukunfts- und Schlüsseltechnologien und der Zugang dazu und welche Rahmenbedingungen braucht es für einen starken Technologie- und Innovationsstandort Österreich und Europa? Unter dem Titel „Tech for Green: Technology enabling the Green Agenda“ wurden diese und weitere Fragen heuer von Klimaschutz- und Innovationsministerin Leonore Gewessler (BMK), Sabine Herlitschka (Infineon Technologies Austria AG & ECSEL Joint Undertaking) und Khalil Rouhana (Europäische Kommission) bei der Herbsttagung der Plattform ECSEL Austria, der nationalen Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsplattform heimischer Player und Forschungseinrichtungen in den Technologiebereichen Mikro- und Nanotechnologie, eingebettete Systeme und Systemintegration, diskutiert.

Österreich als globaler Vorreiter bei grünen Technologien der Zukunft

Heimische Unternehmen leisten gegenwärtig schon einen wichtigen Beitrag, wenn es um Umwelt- und Klimatechnologien geht. Schon heute ist Österreich weltweit ein führender Player bei solchen Anwendungen, die als Grundlage die Mikroelektronik und elektronikbasierten Systeme haben. Exzellente Forschungsleistungen auf diesem Gebiet werden regelmäßig in diese Technologien übersetzt und kommen überall auf der Welt erfolgreich zum Einsatz. 

„Österreich ist bereits jetzt im Bereich grüner Technologien weltweit im Spitzenfeld. Mit einem starken Technologie- und Innovationsstandort werden wir auch in Zukunft weiter vorangehen. Denn im Kampf gegen die Klimakrise brauchen wir klimafreundliche Innovationen und Zukunftstechnologien. Damit sorgen wir auch für regionale Wertschöpfung und zukunftssichere Arbeitsplätze“, sagt Klimaschutzministerin Gewessler.

Technologien bieten Antworten auf die großen Herausforderungen unserer Zeit
Die Welt steht vor großen globalen und gesellschaftlichen Herausforderungen. Zwar hat die Corona-Pandemie den Blickwinkel darauf etwas verschoben, die großen Fragen unserer Zeit, allen voran die Bewältigung des globalen Klimawandels, bleiben drängender denn je. Eine Schlüsselrolle zur Bewältigung nehmen dabei Technologien wie Electronic Based Systems (EBS) und Mikroelektronik ein. Durch sie können künftig nicht nur große Energieressourcen wirksam erschlossen werden, sie werden auch wichtige Wertschöpfungsfaktoren und Treiber eines nachhaltigen Innovationsstandortes Österreich und Europa sein.

„Die Mikroelektronik und elektronikbasierte Systeme sind wesentliche Schlüsseltechnologien, um die Zukunft nachhaltig zu gestalten. Sie tragen dazu bei, die großen globalen Herausforderungen wie Energieeffizienz, umweltgerechte Mobilität, Erzeugung erneuerbarer Energien sowie das sichere Agieren in einer vernetzten Welt zu meistern“, erklärt Sabine Herlitschka, Vorstandsvorsitzende Infineon Technologies Austria AG und Chairwoman von ECSEL Joint Undertaking, und ergänzt: „Gerade jetzt muss es gelingen, gezielt in diese „Tech for Green“ zu investieren. Damit leisten wir einen großen Beitrag für ein nachhaltiges Wirtschaften, schaffen neue Jobs und verbessern unseren ökologischen Fußabdruck. Gerade der europäische Recovery Plan bietet eine exzellente Möglichkeit, mit „Tech for Green“-Projekten konkrete Schritte zu setzen. So kann ECSEL – als Verbund von EU-Mitgliedsstaaten, Europäischer Kommission und der Industrie - mit elektronikbasiertem Know-how die europäische, grüne Innovationskraft stärken.“

Klimaschutz eng mit technologischer und digitaler Souveränität Europas verbunden

Die Sichtweise der Europäischen Union auf dieses spannende Thema brachte Khalil Rouhana, Stellvertretender Generaldirektor für Kommunikationsnetze, Inhalte und Technologie der Europäischen Kommission, ein. Denn allgemein weit weniger im Fokus steht die Tatsache, dass die für den Klimaschutz essentiellen Technologien eng mit der technischen und digitalen Souveränität Europas verknüpft sind. Europa steht im teilweise sehr hart geführten weltweiten Wettbewerb um wichtige Zukunfts- und Schlüsseltechnologien wie mikroelektronische Komponenten, die die Grundlage für diese „Green Enabling Technologies“ sind.

Gerade in systemrelevanten Bereichen ist es daher für Europa umso wichtiger, zukünftig autonomer zu werden, vor allem wenn es um Forschungs- und Entwicklungskapazitäten geht. Für die Europäische Kommission steht deshalb außer Frage, dass die aktuellen Umbrüche proaktiv für einen Strukturwandel genutzt werden müssen: „Das Ziel und die Schlüsselpriorität der Europäischen Union sind es, dass die digitale Transformation und der Übergang in eine grüne Zukunft Hand in Hand gehen, gar als erfolgreicher Zwilling funktionieren“, erklärt Rouhana dahingehend.

Quelle: Simon Wahl, MA FEEI Kommunikation / ots  //  Fotocredit: ECSEL Austria/APA-Fotoservice/Tanzer

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