Mehr Platz für RadfahrerInnen

Hebein -Um mehr Platz für RadfahrerInnen zu schaffen, wurde am 7. Mai auf der Praterstraße in der Leopoldstadt eine temporäre Radspur eingerichtet. Weitere sollen folgen

Berlin, Budapest oder Mailand: In zahlreichen Städten rund um den Globus wurden in den vergangenen Wochen zusätzliche Radfahrspuren geschaffen. Der Bedarf ist offensichtlich, da gerade in der Coronakrise noch mehr Menschen auf das Fahrrad umsteigen. Die Stadt Wien trägt dem Rechnung und schafft zusätzlich Platz. „Mehr Platz für alle bedeutet weniger Risiko für den Einzelnen. Denn Abstandhalten ist auch im Freien wichtig, um das Ansteckungsrisiko zu minimieren. Gerade jetzt, wo der Platz kostbar ist wie noch nie, brauchen wir innovative Lösungen für eine fairere Verteilung des öffentlichen Raumes. Knapp zwei Drittel der Straßenflächen in Wien sind mit Autos belegt. Gleichzeitig zeigen uns die aktuellen Zahlen, dass in der Krise deutlich mehr Menschen mit dem Fahrrad unterwegs sind. Dafür braucht es Platz und sichere Wege“, so Vizebürgermeisterin Birgit Hebein.

Seit heute, Donnerstag gibt es auf der Praterstraße stadtauswärts eine so genannte Pop-Up-Bikelane. Stadtauswärts werden Radfahrende ab der Ferdinandstraße vom bestehenden Radweg auf den Pop-up-Radweg geleitet und so weiter zum Praterstern geführt. Uschi Lichtenegger, Bezirksvorsteherin der Leopoldstadt, freut sich über die temporäre Maßnahme auf dieser wichtigen Radstrecke:„Der Radweg auf der Praterstraße ist besonders eng und sicheres Überholen kaum möglich. Wir wollen diese Gelegenheit nutzen, für die überlastete Fahrradroute kurzfristig mehr Platz zu schaffen.“

Der bestehende Radweg ist für den gesteigerten Platzbedarf deutlich zu schmal. Deshalb wird die neue Pop-Up-Bikelane eine Fahrspur breit sein. Diese temporäre Fahrradspur soll es bis zum Ende der Sommerferien geben. Die Radspur wird durch Trennelemente vom restlichen fließenden Autoverkehr getrennt. Somit ist die Spur auch für Kinder am Fahrrad sicher. Die Praterstraße ist vor allem stadtauswärts eine wichtige Radverbindung, über die viele WienerInnen zur Erholung ins Grüne gelangen. Sie ist die Anbindung zur Hauptallee im Prater oder zur Donauinsel, aber auch für viele Alltags-RadfahrerInnen wichtig. Im Frühjahr 2020 ist die Zahl der registrierten Radfahrenden bei der Zählstelle Praterstern bei der Mündung der Praterstraße um 66 Prozent im Vergleich zu einer durchschnittlichen Aprilwoche 2019 gestiegen.

Die Umsetzung des Pop-Up-Radweges wurde von der zuständigen Dienststelle MA46 auf Sicherheitsaspekte und Verkehrsverträglichkeit geprüft: Nachdem nur eine von zwei Spuren stadtauswärts wegfällt ist mit keinen größeren Belastungen für den motorisierten Verkehr zu rechnen. Auch das Abbiegen ist bei allen Kreuzungen nach wie vor möglich. 
Ein zweiter temporärer Radweg soll in der Wagramerstraße im 22. Bezirk entstehen. Die zuständige Abteilung MA 46 prüft aktuell die genaue Umsetzung, die für Mitte des Monats geplant ist. 

Quelle: Theresa Vonach, MSc Mediensprecherin Vizebürgermeisterin Birgit Hebein, Tobias Seiser, MA MA Referent für Öffentlichkeitsarbeit Bezirksvorstehung für den 2. Bezirk / ots  //  Fotocredit: Playergeneriert  //  Videocredit: PID Stadt Wien

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