Klimabilanz 2021

Klimabilanz 2021

Extremwettereignisse machen die Klimakrise weltweit immer spürbarer, auch in OÖ

Das Jahr 2021 wird uns allen als das zweite Jahr der Corona-Pandemie in Erinnerung bleiben. Bei all den Schwierigkeiten und Herausforderungen, die diese weltweite Katastrophe für uns bereithält, bahnt sich mit der voranschreitenden Klimakrise eine viel größere Bedrohung für die Weltbevölkerung an. Zeugnis davon ist auch der Blick auf die meteorologischen Daten in Österreich und der Erde. Das Klimajahr 2021 wird sich weltweit als eines der zehn wärmsten Jahre seit Messbeginn einreihen. 

Die zehn heißesten Jahre auf diesem Planeten wurden damit alle in den letzten zwei Jahrzehnten gemessen. In Österreich fällt vor allem der heiße Juni auf, der mit 2,4 Grad über dem Mittel der drittheißeste Juni seit Beginn der Messgeschichte ist. Der meteorologische Sommer reiht sich ebenfalls unter den zehn heißesten Sommern seit Beginn der Messgeschichte ein. Während es  zwischen 1961 und 1990 im Schnitt nur 4,9 sogenannte Hitzetage (mindestens 30 Grad) in der Stadt Linz gab, waren es heuer zwölf.

Ob Waldbrände, Starkregen, Hagel, Überflutungen, Tornados, Dürren oder Hitzewellen – an vielen Orten der Welt, auch bei uns in Oberösterreich, haben heuer extreme Wetterereignisse das Ausmaß der Klimakrise gezeigt.

„Seit Jahrzehnten warnt uns die Wissenschaft, dass uns mit der Klimakrise die größte Herausforderung der Menschheitsgeschichte bevorsteht. Die aktuellen Daten beweisen leider wieder einmal, dass die Prognosen stimmen und wir uns auf gewaltige Veränderungen einstellen müssen. Treffen werden die Veränderungen aber vor allem unsere Kinder. Damit wir unseren nachfolgenden Generationen eine intakte Umwelt und einen lebenswerten Planeten hinterlassen können, müssen wir schleunigst in eine klimafreundliche Zukunft gehen und Handlungen setzen“, so Umwelt und Klima-Landesrat Stefan Kaineder.

Wir alle erinnern uns noch an den extremen Hagel, der Mitte Juni in Teilen des Mühlviertels Schäden in Millionenhöhe anrichtete. Der für Umwelt- und Klimaschutz zuständige Landesrat Stefan Kaineder war damals vor Ort, um sich ein Bild der Lage zu machen und sich bei den Einsatzkräften zu bedanken: 

„Was wir heuer zum Beispiel in Reichenau im Mühlkreis oder Gramastetten gesehen haben, ist ein schockierendes Bild. Autos sind binnen weniger Minuten zum Totalschaden geworden, Häuser waren plötzlich ohne Dach. Und die Expert/-innen sagen uns, dass solche Ereignisse in Zukunft immer häufiger auftreten werden. Wir müssen daher entschlossen und mutig gegen diese Klimakrise ankämpfen. Bei der Klimakrise ist Scheitern keine Option“, betont Kaineder abschließend.

Quelle: Land OÖ  //  Fotocredit: Symbolfoto

Mehr über den Autor

Das könnte Sie interessieren!

Umweltgefahr Mikroplastik auf unserem Teller

20. 01. 2022 | Politik

Umweltgefahr Mikroplastik auf unserem Teller

Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder mit einer Bodenprobe im Umweltlabor des Landes Oberösterreich

Wer – wie die oberösterreichische Landesregierung – bei der Energiewende bremst, ebnet der Atomkraft den Weg

18. 01. 2022 | Initiativen

Wer – wie die oberösterreichische Landesregierung – bei der Energiewende bremst, ebnet der Atomkraft den Weg

Aktuell wird innerhalb der Europäischen Union intensiv über die Bewertung von Atomenergie als nachhaltige Energiequelle diskutiert. Die österreichische Bun...

OÖ. Umweltressort unterstützt Österreichs größten Glasverpackungshersteller

17. 01. 2022 | Wirtschaft

OÖ. Umweltressort unterstützt Österreichs größten Glasverpackungshersteller

Umwelt und Klima-Landesrat Stefan Kaineder mit Klimaschutz-Ministerin Leonore Gewessler und DI Johann Eggerth, Leiter Vetropack Austria, beim Betriebsbesuc...

Allianz der Regionen für europaweiten Atomausstieg protestiert gegen den atomaren Irrweg der EU-Kommission

14. 01. 2022 | Politik

Allianz der Regionen für europaweiten Atomausstieg protestiert gegen den atomaren Irrweg der EU-Kommission

Der oberösterreichische Umwelt- und Klimalandesrat Stefan Kaineder und der niederösterreichische Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Pernkopf kämpfen Sei...

Steigende Überflutungsgefahr durch Hangwasser

13. 01. 2022 | Panorama

Steigende Überflutungsgefahr durch Hangwasser

Umwelt- und Klima-Landesrat eröffnet die Online-Ausbildung zum Thema Hangwassergefahren