Kläranlage Braunau auf neuestem Stand der Technik – Massive Reduktion von ungeklärten Abwässern in Flüssen

Kläranlage Braunau auf neuestem Stand der Technik – Massive Reduktion von ungeklärten Abwässern in Flüssen

Bürgermeister von Braunau Johannes Waidbacher (Obmann RHV Braunau), Landesrat Stefan Kaineder, Biologin Claudia Huber-Nowak (RHV Braunau) und Geschäftsführer Hermann Lettner-Hauser (RHV Braunau)

Bei Starkregenereignissen und Unwettern kann es vorkommen, dass die Abwassermengen die Kapazitäten einer Abwasserreinigungsanlage überschreiten. Dabei kann es auch zu unbehandelten Überläufen in Gewässer kommen und es können problematische Stoffe, wie Pestizide, Biozide oder Fäkalbakterien direkt in die Fließgewässer gelangen. Dies gilt es natürlich mit entsprechender Vorsorge bestmöglich zu verhindern. 

Nach mittlerweile über 20 Jahren hat auch die Kläranlage Braunau ihre Bemessungsauslastung überschritten und es wurde notwendig, den Ausbau der Kanäle auf größere Abwassermengen auszulegen und die Kläranlage um zwei Belebungsbecken zu erweitern. Bei einer Besichtigung machte sich Umwelt- und Klima-Landesrat Kaineder ein Bild über die Inbetriebnahme der neuen Anlagenteile zur Abwasserreinigung. „Mit dem Ausbau der Abwasserreinigungsanlage in Braunau wird nicht nur der Bedarf für die kommenden Jahre gedeckt, wir stellen damit auch sicher, dass weitaus weniger ungeklärte Abwässer im Unwetterfall in unsere Fließgewässer gelangen. In Oberösterreich verfolgen wir das Ziel einer nachhaltigen Wasserzukunft und einer weiteren erheblichen Verbesserung des Zustandes unserer Gewässer. Moderne und leistungsfähige Kläranlagen sind ein wichtiger Baustein am Weg zu diesem Ziel“, erläutert der für Wasserwirtschaft zuständige Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder, der sich zusätzlich darüber freut, dass es die neue Anlage schafft, mit der Produktion von Biogas über die Sommermonate energieautark zu sein. 

Auch der Obmann des Reinhalteverbands Braunau und Umgebung Bürgermeister Johannes Waidbacher freut sich über die neue Anlage: „Mit dem Ausbau konnten wir die Anlage auf 45.000 Einwohner/innen auslegen und zusätzlich konnten wir die Energiegewinnung soweit optimieren, dass rund 20 Prozent mehr an Biogas produzierte werden kann!“ 

Neben der Stadtgemeinde Braunau am Inn gehören in Summe 11 Mitgliedsgemeinden zum Reinhalteverband Braunau und Umgebung: Auerbach, Burgkirchen, Feldkirchen bei Mattighofen, Gilgenberg am Weilhart, Handenberg, Neukirchen an der Enknach, Pischelsdorf am Engelbach, Schwand im Innkreis, St. Georgen am Fillmannsbach und St. Peter am Hart. 

Quelle, Fotocredit: Land OÖ

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