Kein traditioneller Festumzug - Wiener Rauchfangkehrer danken Schutzpatron im Stillen

Kein traditioneller Festumzug - Wiener Rauchfangkehrer danken Schutzpatron im Stillen

Einsatz für Sicherheit, Brandschutz und traditionelles Handwerk: Am 4. Mai gedenken die Wiener Rauchfangkehrer dem Heiligen Florian

Ein himmlischer Aufpasser ist in Zeiten wie diesen nicht abzuweisen: Am kommenden Montag, dem 4. Mai, gedenken die Wiener Rauchfangkehrer ihres Schutzpatrons, dem Hl. Florian. Aber zum ersten Mal seit vielen Jahren findet heuer wegen des Corona-Virus die traditionelle Floriani-Feier mit Gottesdienst, Festumzug mit Blasmusik und geselligem Ausklang beim Heurigen in Wien Neustift nicht statt. „Wenn wir dieses Jahr nicht zusammenkommen können, um dem Schutzpatron Danke zu sagen, so kann das doch jeder für sich machen! Wir sagen Danke für den Schutz unserer Kolleginnen und Kollegen, aber auch für die Sicherheit unserer Kundinnen und Kunden“, erinnert der Innungsmeister der Wiener Rauchfangkehrerinnen und Rauchfangkehrer, Christian Leiner an die Florianifeier. Immerhin verbringen viele Wienerinnen und Wiener jetzt viel mehr Zeit im Eigenheim, da sind Brandschutz und Sicherheit noch wichtiger.

Seit mehr als 580 Jahren überprüfen die Wiener Rauchfangkehrer regelmäßig die Feuerstätten der Wienerinnen und Wiener. Übrigens: Die Rauchfangkehrer stehen seit einigen Monaten im Weltkulturerbe-Katalog der UNESCO. Das Hochhalten althergebrachter Bräuche, wie Umzüge in traditionellen Uniformen und das Mitführen der historischen Innungsfahnen, sowie die althergebrachten handwerklichen Tätigkeiten des Kehrens, Beschliefens und Patschokierens, waren ausschlaggebend für die Aufnahme des Handwerks.

Rauchfangkehrer leisten Beitrag zum Umwelt- & Klimaschutz

Die historische Aufgabe der Rauchfangkehrer ist der Schutz von Leib und Leben durch vorbeugenden Brandschutz. In den vergangenen Jahrzehnten kam der Umwelt- und Klimaschutz als wesentliche Aufgabe dazu. Ein wichtiger Beitrag dabei sind die Abgasmessungen. Stellen die Rauchfangkehrer fest, dass zu viel Energie ungenutzt über den Rauchfang abzieht, wird eine Wartung der Anlage fällig. Gut gewartete Anlagen können bis zu 10 Prozent weniger Energie verbrauchen und produzieren auch weniger Schadstoffe. Reicht die Wartung einer Anlage nicht aus, stehen die rund 100 Betriebe der Rauchfangkehrer den Wienerinnen und Wienern mit ihrer Fachkompetenz beim Wechsel auf moderne, CO2-arme Heizsysteme zur Seite.

Quelle: Landesinnung der Wiener Rauchfangkehrer Landesinnungsgeschäftsführer Mag. Wolfgang Jaspers / ots  //  Fotocredit: Wiener Rauchfangkehrer/Richard Schuster
 

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