Hagelversicherung - Förderpreis an der BOKU vergeben

Hagelversicherung - Förderpreis an der BOKU vergeben

Herausragende wissenschaftliche Arbeiten wurden prämiert - v.l.n.r.: Univ.Prof. Dipl.-Ing. Dr. Hubert Hasenauer, Dipl.-Ing. Philipp Holler, Bano Mehdi, MSc. Ph.D., Mag. Reinhard Kern, Priv.-Doz. Dipl.-Ing. Dr. Leopold Kirner, Dipl.-Ing. Dr. Markus Scharner, Univ.Prof. Mag. Dr. Christian Obinger

Österreichische Hagelversicherung, 21. November 2019): Bereits seit 2012 verleiht die Österreichische Hagelversicherung jährlich den Förderpreis für besondere wissenschaftliche Arbeiten mit hohem Praxisbezug aus dem Bereich der Landwirtschaft an der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU). Der Rektor der Nachhaltigkeitsuniversität, Univ.Prof. Dipl.-Ing. Dr. Hubert Hasenauer, überreichte in der heutigen akademischen Feier gemeinsam mit dem Vorstandsmitglied der Österreichischen Hagelversicherung, Mag. Reinhard Kern, die Auszeichnungen für zwei herausragende Arbeiten an DI Philipp Holler und DI Dr. Markus Scharner.

Am Anfang einer Entwicklung steht immer die Wissenschaft. Ohne Wissenschaft keine Innovation, das heißt in weiterer Folge Stillstand und Rückschritt. Stillstand bedeutet für eine offene Volkswirtschaft aber den Untergang. „Gerade die Wissenschaft spielt als Innovationstreiber eine enorm wichtige Rolle. Sie ist es, die als erste neue Erkenntnisse erforscht und Anwendungen entwickelt. Auch bei den großen gesellschaftspolitischen Herausforderungen – Klimawandel, rasanterFlächenverbrauch und sinkende Versorgung Österreichs mit regionalen, heimischen Lebensmitteln – ist die Wissenschaft gefordert. Der BOKU, der Nachhaltigkeitsuniversität in Europa, kommt dabei eine zentrale Bedeutung zu. Auch wir als agrarischer Spezialversicherer entwickeln uns ständig weiter – sei es im Rahmen der Dürreindex-Versicherung oder im Bereich der Tierseuchen. So haben wir durch unsere Innovationen die umfassendste Produktpalette und modernste Schadenserhebung Europas und sind auch Österreichs größter Tierversicherer“, sieht Kern die Notwendigkeit der Verknüpfung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. „Als Naturkatastrophenversicherer ist es uns ein besonderes Anliegen, junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in ihrer Tätigkeit zu unterstützen, um wichtige Beiträge und Erkenntnisse aus deren Forschung gewinnen zu können“, so Kern zu den Motiven der Unterstützung.

Gerade beim Ressourcenverbrauch sieht auch der BOKU-Rektor Handlungsbedarf: „Wir werden in Zukunft mehr Nahrungsmittel mit weniger Ressourceneinsatz erzeugen müssen. Dafür braucht es ausreichend Böden sowie Wissen und Innovationen. Um dieses Ziel zu erreichen, benötigen wir Forschung, denn wissenschaftliche Erkenntnisse sind die beste Basis, um im Life-Science-Sektor profunde Entscheidungsgrundlagen zu liefern.“

Die Preisträger

DI Philipp Holler (Masterarbeit) studierte Nutzpflanzenwissenschaften und verfasste seine Masterarbeit zum Thema „Einfluss der Düngung von Begrünungsvarianten und deren Wirkung auf Nitrat im Bodenwasser“. Ziel der Arbeit war die Quantifizierung des Einflusses unterschiedlicher Begrünungsbehandlungen in gedüngter und ungedüngter Form auf die Verlagerung von Nitrat in tiefere Schichten des Bodens sowie des Bodenwassers.

DI Dr. Markus Scharner (Dissertation) befasste sich in seiner Dissertation mit dem „Risikomanagement in der Agrar- und Ernährungswirtschaft“. Die Messungen der Risikowahrnehmung zeigten, dass für die österreichische Milchwirtschaft Marktrisiken die stärksten Einflussfaktoren darstellen. Die Ergebnisse der Arbeit zeigen, dass ein freiwilliges Versicherungssystem nach US-amerikanischem Vorbild unter bestimmten Voraussetzungen einen positiven Effekt auf die Stabilität, Liquidität und somit die Planungssicherheit der Betriebe erzielen kann. Die Umsetzung der Arbeit wird derzeit in einer Arbeitsgruppe geprüft.

Quelle: Österreichische Hagelversicherung VVaG Dr. Mario Winkler Pressesprecher / ots  //  Fotocredit: ÖHV

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