Greenpeace: Regenwaldbrände im Amazonas müssen gestoppt werden

Greenpeace: Regenwaldbrände im Amazonas müssen gestoppt werden

Umweltschutzorganisation hilft vor Ort - Auch Österreich muss Verantwortung wahrnehmen und bei AMA-Gütesiegel den Einsatz von Gentech-Soja aus dem Regenwald verbieten

Greenpeace veröffentlicht aktuelle Fotos der katastrophalen Regenwaldbrände im Amazonas-Gebiet in Südamerika und fordert die österreichische Regierung auf, ihre Verantwortung zu übernehmen. Die Umweltschutzorganisation hilft vor Ort, die Brandursachen zu bekämpfen und die Feuer zu beobachten und zu dokumentieren. Seit Anfang des Jahres schlagen über 72.000 Feuer große Schneisen in die grüne Lunge des Planeten. Auch Österreichs Handelspolitik trägt hier die Verantwortung: Greenpeace fordert die österreichische Regierung auf, alles zu unterlassen, was den Druck auf den Regenwald erhöht. So muss beispielsweise der Import von Regenwald-Soja für das staatliche AMA-Gütesiegel umgehend gestoppt werden.

„Der Großteil der Brände wurde offenbar gezielt gelegt, um neue Flächen für Rinderhaltung und den Anbau von Agrarprodukten zu erschließen”, so Jens Karg, Agrarexperte von Greenpeace. Die Brände bedrohen nicht nur die Menschen und Tiere vor Ort, sondern gefährden das Klima weltweit. „Es geht um die Zukunft der Menschheit. Eine weitere Zerstörung des Regenwaldes würde den gesamten Planeten gefährden und das Klima zum Kippen bringen. Deshalb muss es eine Gemeinschaftsaufgabe sein, diese fatale Entwicklung zu stoppen“, so Karg.

Alleine von Januar bis August 2019 war die Zahl der Brände in der Region um 145% höher als im gleichen Zeitraum 2018. Die Waldfläche, die in den vergangenen Tagen niederbrannte, umfasst laut den bolivianischen Behörden zumindest 950.000 Hektar - das entspricht der Fläche von Kärnten. Auch Österreich erzeugt Druck auf den Regenwald. Rund 500.000 Soja aus Übersee landen jährlich in Österreich über 350.000 davon sind gentechnisch verändert. „Das Gütesiegel der AMA muss endlich garantieren, dass bei seinen Produkten keine Gentech-Futtermittel aus Übersee zum Einsatz gekommen sind. Ein österreichisches Siegel darf nicht länger mitverantwortlich für den Raubbau am Regenwald sein” , so Karg.

Quelle: OTS  //  Fotocredit: Victor Moriyama Greenpeace.jpg

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