Es ist Zeit für "S-Bahn zentral"

Es ist Zeit für "S-Bahn zentral"

kürzerer Takt im Zentralraum - mehr Haltestellen - kürzere Fahrzeiten

Franz und Franziska M. wohnen im Zentralraum, fahren mit dem Auto zur Arbeit und sagen: „Die S-Bahn ist für uns unpassend.“ Warum ist das so? Dem wollen wir nachgehen.

Die ersten Ansätze zur S-Bahn in OÖ gab es 1992, die schließlich im Dezember 2016 in Betrieb ging. „Böse Zungen behaupten die S-Bahn  ist nichts anderes als die bisherige Regionalbahn, bloß die Züge wurden hellblau angestrichen.“

Experten wunderten sich, dass ein Sternlinien-Konzept und nicht das international übliche Durchmesserlinien-Konzept (z.B. Neuhofen/Pregarten) verwendet wurde. Weniger Umstiege und kürzere Gesamtfahrzeiten hätte man damit erreicht. Das OÖ S-Bahnkonzept hatte von Anfang an einige Konstruktionsfehler, die jetzt nach fünf Jahren Betriebserfahrung beseitigt werden müssen.

Um die Menschen vom Auto auf die Bahn zu bringen und dabei auch klimaschonend vorzugehen, braucht es mehr als nur hellblaue Farbe.

Deshalb wurde von der Verkehrswende – jetzt! und Klimaallianz OÖ die  Idee der "S-Bahn zentral" als leistungsfähiges Mobilitätsrückgrat für die Zentralregion Linz entwickelt, damit Franz und Franziska M. nur mehr mit dem Auto oder Rad nur zum nächsten P&R Platz fahren und dann klimaschonend auf Öffis umsteigen. 

Attraktiv bedeutet schnell (und ohne Stau), auf kurzem Weg (wenig Umstiege), kurze Wartezeiten (kurze Taktzeiten) und kostengünstig (Klimaticket) das Fahrziel zu erreichen. Sinkt die Attraktivität, auch nur wenig, steigt man auf das vorhandene KFZ um und nimmt Staus in Kauf, auch weil man mit dem Auto (gefühlt) flexibler zu sein glaubt.

Das Angebot für Franz und Franziska M. der bisherigen S-Bahn bleibt aufrecht. Dieses wird um ein zusätzliches Fahrangebot in einer der dicht besiedeltenZentralzone um Linz mit einem kurz getakteten Fahrplan ergänzt. Die Umstellung auf das neue Durchmesserlinienkonzept verbessert gemeinsam mit vier neuen Linzer Haltestellen die Umstiegsmöglichkeiten.

Diese Haltestellen in Kleinmünchen/Lunzerstraße, VOEST/Stahlwelt, Chemiepark/Franckstraße/S3 undLastenstraße/Grüne Mitte sind ideale Umstiegspunkte ins Netz der Linz Linien und erleichtern Franz und Franziska M. (den Fahrgästen) eine kostengünstige schnellere Verbindung zum Zielpunkt und damit eine Fahrzeitverkürzung.

Im Gleisumbaubereich Verschiebebahnhof Kleinmünchen, welcher erst frühestens 2030 abgeschlossen sein wird, kann die Streckenführung über die sogenannte „VOEST-Schleife“ erfolgen.

Damit werden auch die drei neuen Nahverkehrsknoten bei der Voest/Chemiepark Einfahrt (S-Bahn und Bus), in Linz-Untergaumberg (S-Bahn, Tram,Bus) und auch Urfahr-Ferihumerstraße (S-Bahn, Tram,Bus) möglich. Außerdem erschließt sich die Möglichkeit die S5 über den Hauptbahnhof hinaus zum Nahverkehrsknoten Chemiepark/Franckstraße in den Hafen, die neue Eisenbahnbrücke, mit bis dann gelegten Schienen, über den Mühlkreisbahnhof bis nach Rottenegg  als S-Bahn geführt wird.
Für den weiteren Nahverkehrsknoten Kleinmünchen-Simonystrasse (S-Bahn, Tram,Bus) bedarf es aber noch einer Shuttle-Verbindung zur S-Bahn Hst Lunzerstraße.

Im Gegensatz zum bis vor kurzen breitenwirksam diskutierten Seilbahnprojekt von Ebelsberg bis in den Hafen, sind die Gleise für den Ausbau der S-Bahn in Linz schon gelegt und die Investitionskosten betragen einen Bruchteil.

Ein leistungsstarkes S-Bahn Netz ist für Franz und Franziska M. die „pulsierende Schlagader des öffentlichen Verkehrs“, welche einen enormen Beitrag zum Klimaschutz und zur Entlastung von Kfz-Stauzonen leistet und den Ausbau von Straßen großteils unnötig macht.

Quelle: JW / Klima-Allianz OÖ

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