Die Erde brennt – und zwar wortwörtlich

Die Erde brennt – und zwar wortwörtlich

Angefacht durch die extreme Hitze und Trockenheit stehen seit Wochen in Sibirien gewaltige Waldflächen in Flammen. Ein Gebiet der Größe Belgiens ist dieses Jahr bereits verbrannt.

Waldbrände gibt es zwar in der Region immer wieder, aber noch nie war es so schlimm wie jetzt: Ganze Städte sind eingehüllt von beißendem Qualm und selbst aus dem All sind die Rauchfahnen deutlich zu sehen! 90% der Brände liegen in sogenannten „Kontrollzonen“ in welchen die lokalen Behörden eigenständig entscheiden können, ob sie überhaupt löschen wollen. Angesichts einer chronischer Unterfinanzierung sowie einer Kosten-Nutzen-Rechnung, welche nur Sachschäden berücksichtigt und etwa die Gesundheit der Bevölkerung völlig außer Acht lässt, wurde in vielen Orten viel zu lang nichts unternommen. 

Die extremen, sowie ungewöhnlich lange anhaltenden Hitzeperioden, welche zu den Feuern geführt, sowie deren rasche Ausbreitung begünstigt haben, sind auf die bereits akute/vorhandene Klimakrise zurückzuführen. Daher fordert Fridays for Future weltweit: Tut endlich was! Eure Heimat brennt, eure Leute ersticken im Qualm, also löscht endlich die Feuer!

Freitagabend standen in vielen Städten weltweit Klimaaktivist*innen vor russischen Botschaften, um auf die Feuer in Sibirien aufmerksam zu machen und Russland zur Löschung der Brände anzuhalten. Auch in Wien fanden sich rund 20 Menschen um 17 Uhr vor der Russischen Botschaft ein.  Im Anschluss ging es zu einer Kundgebung vor dem Russendenkmal am Schwarzenbergplatz.

Auslöser für diese internationale Protestaktion ist eine russische Fridays for Future Aktivistin, welche einen Zwischenstopp in Polen einlegte. Dort erzählte sie anderen Fridays For Future Aktivist*innen von den, zu diesem Zeitpunkt noch unbekämpften, Bränden in Sibirien. Gemeinsam riefen sie zu einer spontanen internationalen Protestaktion aus. 

Der Hilferuf der russischen Menschen, welche im Qualm ersticken muss endlich gehört werden! No Future On A Burning Planet.

Quelle: JW / FFF Wien

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