Auto stehen lassen & Öffis nutzen

Auto stehen lassen & Öffis nutzen

Andrea Kampelmühler (evangelische Umweltbeauftragte), Franz Scharl, Petra Völkl (Ministerium Umwelt, Verkehr), Roland Kern (ÖBB Personenverkehr), Jürgen Schneider (Sektionschef), Willi Nowak (VCÖ), Matthias Geist, Markus Gerhartinger (kath. Umweltbeauftragter)

Aktuelle Studien zeigen, dass wir unsere „Hausaufgaben“ im Bereich der Mobilität nicht gemacht haben und die CO2-Belastung im Verkehr weiter zunimmt – zum fünften Mal in Folge! Der Verkehrssektor habe damit das nationale Klimaziel für das Jahr 2019 deutlich verfehlt und liege bereits 8,3 Millionen Tonnen vom Klimaziel für das Jahr 2030 entfernt. 

"Österreich kann seine Klimaziele nur erreichen, wenn der Verkehr auf Klimakurs kommt. Das gelingt, wenn mehr Alltagswege zu Fuß, mit dem Fahrrad und dem Öffentlichen Verkehr zurückgelegt werden. Deshalb unterstützt der VCÖ die Initiative Autofasten!", betont VCÖ-Geschäftsführer Willi Nowak.

Es braucht hier ein Umdenken – eine ökologische Umkehr. Hier kommt die Fastenzeit gerade recht, damit zu beginnen oder es zu intensivieren.

Für Christen ist die Schöpfung ein Geschenk Gottes. Deswegen ist es uns wichtig, sie zu bewahren und zu schützen – für uns und unsere Mitmenschen. Die Fastenzeit bietet sich an, über den eigenen Lebensstil nachzudenken und ihn neu zu gestalten. Autofasten bietet die Möglichkeit, „in einen menschen- und schöpfungsfreundlich(er)en Lebens-Stil umzusteigen – vor Ostern & erst recht nach Ostern!“, wie es Weihbischof Franz Scharl ausdrückt.

Ähnlich sieht es auch der Wiener Superintendent Matthias Geist: "Autofasten lässt mich ganz auf die Natur als gute Schöpfung Gottes hinhören!"

Deshalb rufen euch dieses Jahr die evangelischen und katholischen Umweltbeauftragten Österreichs gemeinsam mit vielen Partnerorganisationen zum AUTOFASTEN auf.

Die neue Bundesregierung hat es vorgemacht: Eine Fahrgemeinschaft mit Bussen zur Regierungsklausur nach Krems und auch das konkrete Vorhaben der neuen Verkehrsministerin Leonore Gewessler, ein 1-2-3 Ticket für den öffentlichen Verkehr anzubieten, geht in die richtige Richtung.

So laden wir alle Österreicherinnen und Österreicher ein – egal welcher Konfession – in der Fastenzeit über ihr Mobilitätsverhalten nachzudenken und Alternativen zum Auto auszuprobieren. Wer sich unter www.autofasten.at anmeldet, kann eine Selbsteinschätzung über sein gängiges Mobilitätsverhalten eingeben und bekommt eine Auswertung, wie viel CO2-Ausstoß sein Mobilitätsverhalten verursacht. Dann laden wir alle ein, auch eine Selbstverpflichtung auszufüllen, wie viele Auto- oder Flugkilometer er oder sie in dieser Fastenzeit einsparen will. Dank unserer Partner können wir wieder die gratis Activ Mobil Versicherung für 2020 gemeinsam mit dem VCÖ anbieten und dank Alpine Pearls, der ersten Adresse für umweltfreundliche Ferienangebote, und der ÖBB, dem Vorreiter bei umweltfreundlicher Mobilität, gibt es ein Wochenende in Hinterstoder für 2 Personen mit Frühstück inklusive Bahnanreise zu gewinnen. 

Auch die Kinder und Jugendlichen rufen wir zu einem Umdenken zum Wohle der nachkommenden Generationen auf. Es lohnt sich, an dieser Aktion teilzunehmen. Einerseits entlastet es die Umwelt, fördert unsere Gesundheit und es locken interessante Preise: Mit Unterstützung des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie können wir für die Schüler/innen den Mitmachkalender und die Möglichkeit von gratis Mobilitätsworkshops anbieten. Zu gewinnen gibt es außerdem eine Führung durch den Hauptbahnhof sowie 500,- Euro Unterstützung für ökologische Schulhof/Schulgarten-Gestaltung oder einen Zuschuss zu einem ökologisch verträglichen Schulausflug.

Quelle: Markus Gerhartinger Umweltbeauftragter der Erzdiözese Wien / ots  //  Fotocredit: kathbild.at / Franz Josef Rupprecht

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