89 % der Österreicher wollen von Öl- und Gas-Importen unabhängig werden

89 % der Österreicher wollen von Öl- und Gas-Importen unabhängig werden

Die Energieimporte nach Österreich tragen zu rund zwei Dritteln zur Deckung des Bruttoinlandsverbrauchs bei. In erster Linie importiert das Land Erdöl und Gas aus Ländern wie Kasachstan, Irak oder Russland - ihr Anteil liegt bei rund 80 Prozent der Energieeinfuhren

Die große Mehrheit der österreichischen Verbraucher will von importierten Erdöl- und Gaslieferungen unabhängig werden. Die Bundesregierung solle zudem fossile Brennstoffe teurer machen, um die Energiewende voranzubringen - sagt eine deutliche Mehrheit von 63 Prozent. Das sind Ergebnisse aus dem Energie-Trendmonitor 2019. Dafür wurden im Auftrag von Stiebel Eltron 1.000 Verbraucher in Österreich von einem Marktforschungsinstitut bevölkerungsrepräsentativ befragt.

Bürger wollen Verantwortung für Klimaschutz

"Unsere Umfrage zeigt, dass sich eine Mehrheit von 85 Prozent der Verbraucher in Österreich ein Ende der Nutzung klimaschädlicher fossiler Brennstoffe wünscht", sagt Thomas Mader, Geschäftsführer Stiebel Eltron Österreich. "Gleichzeitig sind sogar 90 Prozent der Meinung, die Bevölkerung sollte mehr Verantwortung für die private Energiewende übernehmen."

Wissenslücken bei umweltfreundlichen Heizungsanlagen

Für konkretes Handeln im eigenen Heizungskeller gibt es laut Umfrage allerdings noch Wissenslücken: So ist rund jedem Zweiten unbekannt, dass die mit Erdwärme oder Umgebungsluft heizende Wärmepumpentechnologie heute nicht nur in Neubauten funktioniert, sondern auch in Bestandsbauten eine umweltfreudliche Alternative zu Öl- oder Grasbrennern bietet. Dass eine Wärmepumpe dabei vor Ort überhaupt keine CO2-Emissionen verursacht, weiß nur gut die Hälfte der Bevölkerung. "Das Funktionsprinzip der Wärmepumpe gleicht dem eines Kühlschranks", sagt Thomas Mader von Stiebel Eltron. "Zum Antrieb wird also Strom benötigt, doch in Sachen Effizienz hält die Wärmepumpe hier den Weltrekord: Aus einem Teil Strom macht sie gut vier Teile Wärme."

Quelle: econNEWSnetwork, Carsten Heer/ots  //  Fotocredit: STIEBEL ELTRON

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